Eisenmangel bei Frauen – Verbessert die Eisengabe die sportliche Leistungsfähigkeit?

 

Wie wirksam ist die Eisengabe bei Ausdauersportlern?

Eisenmangel und Blutarmut sind bei Frauen im gebärfähigen Alter besonders häufig. Beobachtungsstudien legen nahe, dass ein Eisenmangel die körperliche Leistungsfähigkeit in Training und Wettkampf wesentlich beeinträchtigt. Das gilt sowohl für den Mittel- und Langstreckenlauf in der Leichtathletik als auch beim Radfahren und Schwimmen. Klare Belege für einen Nutzen der Eisensubstitution hätten wesentlichen Einfluss auf die Empfehlung zur begleitenden Eisentherapie bei Leistungsportlerinnen. Die bisherigen Ergebnisse aus Studien zu den Auswirkungen einer Eisengabe auf die Leistungsfähigkeit sind jedoch nicht eindeutig. 
In einer aktuellen Cochrane- Metaanalyse zur Wirksamkeit der Eisentherapie wurden insgesamt Daten aus 22 Studien geprüft. Ergebnisse: Die Eisensubstitution verbessert sowohl die maximale Leistungsfähigkeit durch eine Erhöhung der maximalen Sauerstoffaufnahme (VO2 max) als auch die submaximale Leistungsfähigkeit, nachgewiesen durch eine niedrigere Herzfrequenz bei vorgegebenem Belastungsniveau und einer geringeren Ausschöpfung der VO2 max. 

Fazit: Die tägliche Eisensubstitution verbessert deutlich die maximale und submaximale Trainingsleistung bei Frauen und liefert damit eine überzeugende Rationale zur Vorbeugung und Behandlung von Eisenmangel bei Sportlerinnen.


Quelle:
Pasricha SR, Low M, Thompson J, Farrell A, De-Regil LM. Iron Supplementation Benefits Physical Performance in Women of Reproductive Age: A Systematic Review and Meta-Analysis. J Nutr. 2014 Apr 9. [Epub ahead of print]

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